Wie der Citroen 2CV für Fuore sorgte - ein nahezu einmaliger und endloser Erfolg!

Der 2CV ist das geschichtsträchtigste Auto Citroëns, gab der Marke international ein Gesicht, prägte das europäische Straßenbild und fuhr sich so häufig in die Herzen seiner Besitzer ein, wie kaum ein anderer Wagen dieser Welt. Das populärste Modell des französichen Automobilkonzerns blickt auf eine lange Karriere, die das Fahrzeug zu sowohl zu einem Youngtimer, als auch zu einem richtigen Oldtimer macht: 42 Jahre lief die Ente in zahlreichen Fabriken auf der ganzen Welt vom Band. Nach einer so langen Fertigungszeit beeindruckt aber nicht nur die Menge der Gesamtproduktion von 6,972583 Millionen Einheiten, sondern vor allem die Idee hinter dem Fahrzeug.
Der 2CV hat eine beispiellose Geschichte durchlebt, wie kein anderes Serienmodell der Welt: 1935 erhielten die Ingenieure den Auftrag, ein günstiges aber robustes Fahrzeug zu entwickeln, welches "zwei Bauern mit 100kg Ware, einem Korb roher Eier und einem Benzinverbrauch von nicht mehr als 3 Litern/100km selbst über die schlechtesten Feldwege mit 60km/h transportieren kann". Heraus kam der 2CV, den Citroen am 07. Oktober 1948 mit der Einweihung des 35. Pariser Automobilsalons der Weltöffentlichkeit präsentierte. Dieses grandiose Automobilkonzept wurde streng vor Deutschland geheimgehalten, um nicht in die Hände der Konkurrenz zu gelangen, jegliche Kooperation wurde von Citroen strickt abgelehnt. 250 Prototypen aus den 30er Jahren wurden sogar verschrottet, als der Krieg über Frankreich hereinbrach. 1948 schlug dann die große Stunde: Auf dem Pariser Automobilsalon musste der Wagen durch Wachmänner "geschützt" werden, so groß war der Andrang am Citroën-Stand. In der BRD konnte der 2CV zunächst nur schwer Fuß fassen, weil er teurer war als ein VW 1200 und weil die "Ente" wenig für den Geschmack der Deutschen bot. Erst in den 70ern wurden die Deutschen zu einen der treuesten 2CV-Kunden, die Lieferzeit für ein Neufahrzeug betrug 7 Jahre! Täglich verließen über 1.000 Einheiten die Werkshallen von Citroen. Neben dem Stammwerk in Paris-Levallouis wurden weitere Produktionsstätten in Portugal, England, Niederlande, Belgien und Südafrika erschaffen, um der weltweiten Nachfrage gerecht zu werden.
Nach über 40 Jahren Bauzeit und nahezu 7 Millionen Einheiten wurde dann die Produktion am 27. Juli 1990 um Punkt 16Uhr entgültig eingestellt. Der letzte 2CV rollte im portugiesischem Werk Manualde vom Band, da die französiche Produktion bereits im Februar 1988 eingestellt wurde. Aus Furcht vor Protesten wurde die Produktion bis 1990 "zentral" von Portugal aus aufrechterhalten. Die weltweite Kaufkraft stieg und für Citroën war mit dem 2CV kein Geld mehr zu verdienen war. Früher ein einfaches, robustes und zuverlässiges Automobil, heute ein Ausdruck von Kunst und Stil. Geblieben sind tausende von treuen Fans und Besitzer, oder gar Sammler und ein Ende der Ente ist auch heute - lange Zeit nach Produktionsstop - nicht in Sicht.
Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums paradierten im Mai 3.000 "Döschewos" auf dem Pariser "Champs-Elysèes". Zum 60-jährigen werden nicht weniger "Döschewos" erwartet, denn schließlich ist der Citroen 2 CV so typisch für Frankreich wie der Eifelturm.
Firmengründer Andrè Citroën einst: |
Ich möchte, dass ein Kind niemals sagt "gib mir mal das Auto", sondern es soll sagen "gib mir mal den Citroën".
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