Die Technik an der Ente

Die Antriebseinheit, der unverwüstliche Entenmotor

Die Antriebseinheit am Citroen 2CV ist ein luftgekühlter Boxermotor mit einem effektiven Hubraum von 597 ccm. Frühere Versionen und ältere Baureihen waren mit etwas schwächeren (aber auch Boxermotoren mit 2 Zylindern) bestückt. Die stärkste Variante wurde im 2CV6 Club verbaut: 29 PS, die Spitzengeschwindigkeit lt. Fahrzeugschein beträgt 113 km/h. Die Nockenwelle hat keinen Simmering, daher ist etwas Ölverlust bei nahezu allen Enten an der Tagesordnung. Bei regelmäßigr Ölkontrolle und Wartung sind die Boxermotoren von Citroen im Grunde genommen unverwüstlich und halten ein Entenleben lang.

 

Die Federung: Bequem und typisch französisch

Die Gute Federung am 2CV entsteht dadurch, weil jeweils die Vorder- und Hinterräder einer Fahrzeugseite federungstechnisch gekoppelt sind. Federt das vordere Rad z. B. ein, (z. B. beim Auffahren auf einen Bürgersteig) federt das hintere Rad aus. Diese Federung war damals ein technisches Meisterwerk, denn die meisten anderen Auto`s dieser Klasse besaßen nur einfache Blattfedern. Doch der 2CV war wesentlich bequemer und mit dieser Technik den anderen weit voraus. Denn schließlich wurde bei der Entwicklung vorgeschrieben, dass selbst rohe Eier nicht kaputtgehen dürfen, auch wenn ein holpriger Feldweg gefahren wird. Prüfung bestanden!

 

Die Heizung

Die Kühlluft des (luftgekühlten) Boxermotors wird bei der Ente mit einem mechanisch- angetriebenen Lüfter (sitzt direkt auf der Kurbelwelle) über zwei Wärmetauschern an den Auspuffkrümmern in den Innenraum geblasen. Je höher die Motordrehzahl, desto mehr Luft wird in den Innenraum befördert. Ist die Heizungsanlage gepflegt und gewartet, funktioniert sie auch sehr gut. Die Wärme der zugeführten Luft hängt immer von der Motorwärme ab und kann daher variieren. (Autobahnfahrt, Stadtzyklus usw.)

 

Die Lenkung

Wendekreis etwa 11,5 Meter, der Kraftaufwand der Zahnstangenlenkung ist wegen des geringen Leergewichts der Ente nicht übermäßig groß.

 

Der Tank

Inhalt: 25 Liter, reicht bei "normaler" Fahrweise für etwa gut 400km. Der Durchschnittsverbrauch der Ente beträgt ca. 5 Liter

 

Die Bremsen

Am 2CV6 vorne: Scheibenbremsen, hinten: Trommelbremsen. Wichtig ist, dass LHM-Bremsflüssigkeit eingefüllt wird! Verwendet man eine DOT-Flüssigkeit kommt es zum Sofortausfall der Bremsanlage! Die Bremsen an der Ente sind im allgemeinen sehr robust, unterliegen nur dem gewöhnlichen Verschleiß. Die Handbremse wirkt auf die Vorderräder und hat eigene Bremsklötze. Die Einstellung des Handbremsseils ist etwas aufwendig und mühselig, aber dafür rostet es nicht wie bei anderen Auto`s. Die vorderen Bremsscheiben sitzen an der Ente nicht außen am Rad, sondern "wassergeschützt" direkt am Getriebe. Quietschende Bremsen deuten meist auf veraltete (verglaste) Bremsbeläge der hinteren Trommelbremsen hin.

 

Der Rahmen

Die Ente hat einen Plattformrahmen, der konstruktionsbedingt leider etwas rostanfällig ist: Kondenswasser kann nur unzureichend abfließen, daher kommt es zum Rost von "innen nach außen". Aber das gute an der Ente ist, dass auch der Rahmen auszuwechseln ist. An grundrestaurierten Enten ist heutzutage meistens das vollverzinkte Chassis eingebaut.

 

Äußere Maße der Ente

Länge: 3,83m Breite: 1,48m Höhe: 1,60m

 

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