
1935 - Das Geburtsjahr des Citroen 2CV
Vor vielen, vielen Jahren - nämlich 1935, so geht die Sage, arbeiteten einige Versuchsfahrer und Ingenieure von Citroen an einem günstigen Auto, das auch fahren konnte. 1935 - also knapp vor dem Geburtsjahr des Käfers (1936) - stellte der damalige Citroen-Generaldirektor Pierre Boulanger seinen Technikern die Aufgabe, das französische Einfachstauto für das Volk zu entwickeln: "Quatre roues sous un parapluie", bedeutet nichts anderes als "Vier Räder unter einem Regenschirm". So entstand der 2CV.
Was die Citroen-Techniker für den Pariser Automobilsalon 1939 auf die Räder stellten, zeigt das obere Foto. Die 250 Wagen der Nullserie, übrigens mit einem wassergekühlten 375ccm-Boxermotor, wurden nach und nach zerstört und aufgebraucht. Daher wohl die Sage.
Aber der Spaß mit diesem Kultauto ist bis heute geblieben. Kein anderes Auto der Welt kann die Beine in der Kurve so von sich strecken und sich dabei so höflich verneigen. Man sitzt dabei so sicher, weich und bequem und lässt sich wiegen wie im Schoß vom alten Abraham.
Dieses kleine Auto für den großen Individualisten ist so unkompliziert und gesund wie ein Naturkind, das nur selten zum Arzt muss. In den 70er Jahren galt "Döschwo" als eines der zuverlässigsten Automobile überhaupt!
Bei wenig Pflege und regelmäßiger Wartung ist die "Ente" bis heute ein zuverlässiger und anspruchsloser Begleiter. Aber auch Naturkinder brauchen etwas Liebe...